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Weitere Aussetzung der Gemeindegottesdienste im Januar 2021 & Schaffung einer „Notversorgung“

Weitere Aussetzung der Gemeindegottesdienste im Januar 2021 & Schaffung einer „Notversorgung“
Veröffentlicht am Sa., 9. Jan. 2021 00:00 Uhr
Neuigkeiten

Beschluss des Pfarrgemeinderates der Pfarrei Edith Stein, Wolfen-Zörbig 

Nach den Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung Anfang der Woche wurde der Lockdown bis Ende Januar verlängert und für Hotspot-Regionen mit 7-Tages-Inzidenzen über 200 sogar noch verschärft. 

Bischof Dr. Gerhard Feige hat am 7. Januar für das Bistum Magdeburg eine 2. Ergänzung der 5. Anordnung zum Umgang mit dem Coronavirus erlassen, die vorerst bis auf weiteres gilt. In dieser Anordnung legt er die Entscheidung, öffentliche Gottesdienste mit Gemeindebeteiligung abzuhalten, weiterhin in die Hände der einzelnen Pfarreien. „Diese Entscheidung soll der zuständige Pfarrer bzw. Priester zusammen mit den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, nach Möglichkeit auch unter Einbeziehung der Gremien treffen.“ 

Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat am 9. Januar eine 7-Tage-Inzidenz von 220,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Dieser dramatischen Situation müssen wir auch als Christen Rechnung tragen und unser Möglichstes für die Eindämmung der Pandemie tun. 

Daher gibt der Pfarrgemeinderat sein Votum für die weitere Absage der öffentlichen Sonntagsgottesdienste bis vorerst Ende Januar. 

Der Pfarrgemeinderat wird in Zusammenarbeit mit den pastoralen Mitarbeitern der Pfarrei dafür Sorge tragen, den Gläubigen der Pfarrei eine geistliche Grundversorgung zu ermöglichen. Zum Beispiel durch analog und digital verfügbare Impulse, durch Hinweise und Links zu bestehenden liturgischen und geistlichen Angeboten im Internet, Fernsehen, Radio und anderen Medien. 

Votum 1: Absage der öffentlichen Sonntagsgottesdienste bis vorerst Ende Januar

  • DAFÜR   |   10 Stimmen
  • DAGEGEN   |   1 Stimme
  • ENTHALTUNG   |   1 Stimme

Darüber hinaus soll für die Dauer des Lockdown eine „Notversorgung“ geschaffen werden, die es Einsamen, Kranken, Trauernden und anderen seelisch Notleidenden ermöglicht, an Gottesdiensten teilzunehmen, um Trost zu spenden und so die Resilienz zu stärken. 

Diese sogenannten „Trost-Gottesdienste“ werden öffentlich als solche vermeldet und bekanntgegeben. Zur Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Die Zahl der Teilnehmer wird auf 30 begrenzt. Gesunde Gemeindemitglieder, denen es auch seelisch gut geht, werden dazu angehalten, in ihrer häuslichen Gemeinschaft zusammenzukommen und so Gottesdienste zu feiern. Entsprechend der Verordnung des Bischofs gilt eine Maskenpflicht in und vor der Kirche, Gemeindegesang ist untersagt. Die gesprochene Predigt entfällt, um die Dauer der Gottesdienst noch weiter zu reduzieren. Die Predigten werden als Lesetexte gedruckt in den Kirchen ausliegen und online verfügbar sein. „Gemeindlicher Austausch“ vor und nach den Gottesdiensten ist nicht möglich. Die Gottesdienste an den Werktagen „entlasten“ mit ihren geringen TN-Zahlen darüber hinaus die Kapazitäten der „Trost-Gottesdienste“. 

Um die Einhaltung der notwendigen Regeln sicherzustellen sorgt sich der Pfarrgemeinderat mithilfe des „Arbeitskreis GZ“ in Wolfen-Nord und des „Ortsgemeinderates“ in Zörbig um die Präsenz von Ordnungsdiensten.
Diese Regelung nimmt diejenigen in den Blick, die nicht nur in dieser Zeit in besonderer Weise von Leid betroffen sind und die aus der Feier der Sakramente Trost und Zuversicht schöpfen. Die Feier von „Trost-Gottesdiensten“ soll damit einen Anteil zur seelischen Gesundheit beitragen, die leibliche Unversehrtheit jedoch nicht aus dem Blick verlieren. 

Die Regelung setzt ein hohes Maß an Verantwortung aller Gemeindemitglieder und eine jeweilige redliche Gewissensentscheidung ob einer Teilnahme am Gottesdienst voraus. Darüber muss in geeigneter und ausreichender Weise informiert werden. 

Votum 2: „Not-Gottesdienste“ für besonders von Leid betroffene Personen

  • DAFÜR   |   10 Stimmen

  • DAGEGEN   |   2 Stimmen

  • ENTHALTUNG   |   0 Stimmen

Anmeldungen zu den „Trost-Gottesdiensten“

sind in der vor Weihnachten erprobten Weise möglich:

Wolfen-Nord: 

Zörbig: 

  • Telefonisch bei Frau Christl unter 034956 / 20 75 1

Anmerkung: Diese Voten werden Ende Januar erneut in den Blick genommen und auf eine notwendige Verlängerung überprüft. 

 


Vikar K. Schubert             

Wolfen, den 09. Januar 2021